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Protokoll vom 11.10.2007

Gemeindevertretung

Tagesordnung

Öffentlicher Teil

1. Eröffnung  der  Sitzung,  Feststellung  der  Ordnungsmäßigkeit  der  Einladung, der Anwesenheit und der Beschlussfähigkeit


Bgm. Jansen eröffnet die Sitzung, stellt die Ordnungsmäßigkeit der Einladung, der Anwesenheit und der Beschlussfähigkeit fest. Entschuldigt fehlt Gv. Kirsten Schmale. Die Tagesordnung wird durch Bürgermeister Jansen erläutert.


2. Mitteilungen und Anfragen

a.) Bgm. Jansen teilt mit, dass die Gemeinde Rantum durch ihre Mitgliedschaft im Zweckverband Inselgemeinschaft Flugplatz Sylt an der Ausschüttung von Erlösen aus Grundstücksverkäufen des Zweckverbandes beteiligt ist. Die Ausschüttung errechnet sich nach den Anteilen der Mitglieder, somit entfallen auf die Gemeinde Rantum 60.000,-- €.

b.) Bgm. Jansen berichtet, dass in diesem Sommer erstmal eine Politesse in der Gemeinde Rantum eingesetzt war. Er geht kurz auf die Häufigkeit der verschiedenen Ordnungswidrigkeiten ein und weist auf die Notwendigkeit der Verkehrsüberwachung hin. Die Gemeinde beabsichtigt, diese Stelle in Zukunft auf mehr Stunden ausdehnen.

c.) Betriebsleiterin Güldenpfennig teilt mit, dass die Kurverwaltung ab Oktober den Counter am Wochenende nicht mehr geöffnet hat. Das Haus ist aber täglich bis 17.00 Uhr geöffnet, so dass den Gästen selbstverständlich Informationsmaterial und der Zugang zum Internet-PC zur Verfügung steht.

d.) Betriebsleiterin Güldenpfennig weist darauf hin, dass aufgrund der guten Resonanz wieder Fußballübertragungen im Kursaal gezeigt werden. Der nächste Termin ist am kommenden Mittwoch um 20.00 Uhr.


3. Bekanntgabe der Beschlüsse aus dem nichtöffentlichen Teil der Gemeindevertretersitzung vom 13. September 2007

Bgm. Jansen erläutert, dass folgende Bauangelegenheit zu beraten war: Neubau eines Einzelhauses im Merret-Lassen-Wai. Die Zustimmung ist erfolgt.


4. Bericht über die Aussprache mit dem Kreisbauamt über die Hafenstraße

Bgm. Jansen berichtet über die geplante Umgestaltung des Gewerbegebietes und des Hafenumfeldes. Vom Kreisbauamt und der Landesplanung gab es eine positive Resonanz. Die Überplanung soll in Zusammenarbeit mit den Grundstückseigentümern erfolgen. Die Mitarbeit der Bürger ist willkommen. Es gibt bereits Interessenten, die sich an der Umgestaltung beteiligen möchten.


5. Beratung und Beschlussfassung über die 2. Änderung der Ortsgestaltungssatzung

Gv. Carstensen trägt kurz den Sachverhalt vor und geht auf die Notwendigkeit der Änderung der Ortsgestaltungssatzung in Bezug auf den Einbau von Ochsenaugen ein. Die 2. Änderung der Ortsgestaltungssatzung liegt der Niederschrift bei.
Beschluss: Die Gemeindevertretung beschließt den Satzungsbeschluss der 2. Änderungssatzung zur „Satzung der Gemeinde Rantum (Sylt) über besondere Anforderungen an die äußere Gestaltung baulicher Anlagen und Werbeanlagen (Ortsgestaltungssatzung)“. Abstimmungsergebnis:  8 : 0 : 0

Anlage zu TOP 5

2. Änderungssatzung zur„Satzung der Gemeinde Rantum (Sylt) über besondere Anforderungen
an die äußere Gestaltung baulicher Anlagen und Werbeanlagen (Ortsgestaltungssatzung)“

Auf Grund des § 92 Abs. 1 Nr. 1, 2 und 3 der Landesbauordnung für das Land Schleswig-Holstein in Verbindung mit § 4 der Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein wird nach Beschlussfassung durch die Gemeindevertretung der Gemeinde Rantum (Sylt) vom 11.10.2007 folgende 2. Änderungssatzung erlassen:

Artikel I

Die Ortsgestaltungssatzung der Gemeinde Rantum (Sylt) vom 30.09.1998 wird wie folgt geändert:
Der Absatz 9 des § 4 wird wie folgt gefasst: In den Reetdächern sind Dachflächenfenster und Fensteröffnungen oberhalb der Kehlbalkenlage, mit Ausnahme von Ochsenaugen, unzulässig. Je Walm- oder Krüppelwalmdachseite ist oberhalb der Kehlbalkenlage ein (1) Ochsenauge mit einer Größe von bis zu 0,40m² und einer Glasflächengröße von maximal 0,20m² zulässig.
Bei Gebäuden mit harter Bedachung darf die Summe der Glasflächen der Dachflächenfenster nicht mehr als 1,5m² je Dachseite betragen. In den Walmseiten und über den Dachgeschossen sind Dachflächenfenster unzulässig.

Artikel II

Die Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

6. Beratung und Beschlussfassung über die Bezuschussung des Projektes „Werkstatt 36“

Bgm. Jansen erläutert das Angebot der „Werkstatt 36“ und geht darauf ein, dass u. a. ALG II Bezieher beschäftigt werden, die dadurch wieder eine bessere Vermittelbarkeit auf dem freien Arbeitsmarkt erhalten. Er befürwortet das Projekt. Das Diakonische Werk Südtondern bittet für dieses Projekt um einen einwohnerbezogenen Zuschuss in Höhe von 1.104,-- €.
Beschluss: Die Gemeindevertretung beschließt, das Projekt „Werkstatt 36“ mit einem Zuschuss in Höhe von 1.104,-- € zu unterstützen. Abstimmungsergebnis:  8 : 0 : 0


7. Bericht über die Sanierungsmöglichkeiten des Campingplatzes

Betriebsleiterin Güldenpfennig berichtet anhand von Bildmaterial über den Ist-Zustand des Campingplatzes und stellt fest, dass dieser nicht mehr zeitgemäß sei. Priorität bei der Sanierung haben die Waschhäuser. Es wurden in den letzten Jahren kleinere Investitionsmaßnahmen durchgeführt, doch nun seien größere Investitionen notwendig, um den Platz qualitativ zu verbessern. Für die Zukunft müsste folgendes Beachtung finden:
- Abriß der bisherigen Waschhäuser; Bau von 2 großen, zentralen Waschhäusern
- Verbesserung der Strom- und Wasserversorgung, u. a. durch Abrechnung nach Verbrauch
- Errichtung einer Entsorgungsstation
- Verlagerung von Werkstatt und Shop auf dem Platz
Die Kosten für 2 neue Waschhäuser belaufen sich auf rd. 1 Mio. Euro pro Stück und für die Verbesserung der Strom- und Wasserversorgung werden ebenfalls 1 Mio. Euro erwartet. Da das Waschhaus 5 dringend ersetzt werden muss, sollte die Priorität auf dem Bau eines neuen großen Waschgebäudes in Höhe von 1. Mio. Euro liegen. Hierdurch könnte eine bessere Eingruppierung auf 3 Sterne möglich sein. Bei einer Kreditaufnahme von 1 Mio. Euro würden jährliche Kosten in Höhe von ca. 143.000,-- € (Zinsen und Tilgung) anfallen, dass heißt der Reinertrag des Campingplatzes  müsste sich mehr als verdoppeln, damit ein Gewinn erzielt wird. Betriebsleiterin Güldenpfennig schließt Ihren Vortrag mit dem Fazit, dass die Umstrukturierung des Campingplatzes eine große Herausforderung aber auch eine große Chance für die Gemeinde sei. Es entsteht eine kurze Diskussion, in der sich alle Gemeindevertreter positiv über die geplante Entwicklung äußern. Bgm. Jansen stellt abschließend fest, dass die Kurverwaltung den Auftrag erhält, genaue Kosten zu ermitteln, um dann der Gemeindevertretung eine beschlussreife Auftragsvergabe vorzulegen. Des weiteren muss ein Finanzierungsplan aufgestellt werden.


8. Fragen der Bürger

a.) Frage: Auf dem Campingplatz wird zur Zeit häufig Wasser und Strom durch die Camper verschwendet, was wird dagegen getan?
Antwort: Das Problem ist bekannt, es wird daran gearbeitet.

b.) Frage: Was wird gegen die Raserei im Sandwall getan?
Antwort: Die Polizei wurde bereits gebeten, in diesem Bereich Polizeikontrollen durchzuführen.

c.) Frage: Der Internetauftritt der Gemeinde Rantum und der Kurverwaltung ist nicht gut. Diese sind nicht aktuell und beinhalten viele Schreibfehler.
Antwort: Die Kritik wird zur Kenntnis genommen.

d.) Frage: Durch den Bau des Dorfhotels sollte eine Verbesserung des Ortes geschaffen werden und das Schwimmbad sollte der Öffentlichkeit zugänglich sein. Der Eintritt für das Schwimmbad ist zu hoch.
Antwort: Die Kritik wird zur Kenntnis genommen.

e.) Frage: Die Mitarbeiter am Counter der Kurverwaltung sind unhöflich.
Antwort: Die Kritik wird aufgenommen, es wird aber darauf verwiesen, dass es hierzu viele andere Meinungen gibt, die meisten Gäste sind zufrieden.

f.) Frage: Wann erfährt man als langjähriger Camper, wann durch die Bauarbeiten der Campingplatz nicht zur Verfügung steht?
Antwort: Baubeginn wird erst nach der Saison 2008 sein. Die meisten Arbeiten werden in den Wintermonaten vorgenommen werden. Die Nutzer werden rechtzeitig informiert werden.

g.) Frage: Wann wird vom Dikwai aus der Steg in die „Hasenheide“ wieder hergestellt?
Antwort: Der Weg wird nicht wiederhergestellt, da es sich hier um einen Weg in das Naturschutzgebiet handelt. Des weiteren ist dieser Bereich Eigentum des Bundes.

h.) Frage: Wie steht Rantum gegenüber den anderen Campingplätzen da?
Antwort: Rantum hat zur Zeit 2 Sterne. Die anderen Campingplätze haben 2 – 3 Sterne. Wenningstedt hat 4 Sterne.

i.) Frage: Wird im Merret-Lassen-Wai durch Neubauten die Ortsüblichkeit gewährleistet? Bleibt der Spielplatz bestehen?
Antwort: In diesem Bereich greift der Bebauungsplan 3. Der Bereich des Spielplatzes ist als Grünfläche ausgewiesen. Eine Erweiterung der Baugebiete ist zur Zeit nicht geplant.

j.) Frage: Ist der Campingplatz für die Zukunft als Ganzjahresplatz geplant?
Antwort: Das könnte nach der Sanierung eine Überlegung sein. Würde sich dann aber nur auf einen Teil der Plätze beziehen.  

Es liegen keine weitern Fragen der Bürger vor.



Der Bürgermeister dankt den Zuschauern für ihr Interesse und schließt um 21.30 Uhr die öffentliche Sitzung.