Home Schulverbände
 
Protokoll vom 18.02.2009

Schulverband Norddörfer 2009, Protokoll vom 18.02.2009


Tagesordnung

Öffentlicher Teil

1. Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit und Anerkennung der Tagesordnung

Frau Verbandsvorsteherin Fifeik eröffnet die Sitzung, begrüßt die anwesenden Schulver­bandsmitglieder, stellt die Beschlussfähigkeit fest und bittet um Erweiterung der Tages­ordnung um die Punkte „Beratung und Beschlussfassung über die Erneuerung des Werkraumes“ und im nicht öffentlichen Teil der Sitzung „Personalangelegenheiten – Beratung und Beschlussfassung über pädagogische Unterstützung der Schulleiterin“. „Vertragsangelegenheit zu einem Reinigungsvertrag“ Die Beschlussfassung zur Änderung und Erweiterung der Tagesordnung erfolgt einstimmig.


2. Verabschiedung des Herrn Harro Johannsen als stellvertretender Schulverbandsvorsteher

Verbandsvorsteherin Fifeik bedankt sich bei Herrn Johannsen für seine Dienste als stellvertretender Schulverbandsvorsteher und händigt ihm seine Entlassungsurkunde aus. Frau Fifeik gibt ihm die Gelegenheit, noch etwas zu ergänzen. Herr Johannsen erklärt, dass bereits alles zu diesem Thema gesagt wurde. Fusionsbedingt muss die Entscheidung akzeptiert werden, dass sein Beruf und das Mandat miteinander kollidieren. Er hat das Ehrenamt die letzten 5 ½ Jahre gern wahrgenommen und sieht in Frau Böhm eine gute Nachfolgerin und wünscht ihr für das neue Amt alles Gute.


3. Wahl der stellvertretenden Schulverbandsvorsteherin des Schulverbandes Norddörfer, Ernennung zur Ehrenbeamtin und Vereidigung durch die Verbandsvorsteherin

Verbandsvorsteherin Fifeik bittet um Vorschläge für die Wahl der stellvertretenden Schulverbandsvorsteherin des Schulverbandes Norddörfer. Frau Stefanie Böhm wird vorgeschlagen. Weitere Vorschläge erfolgen nicht. Die Wahl erfolgt einstimmig. Frau Böhm wird von Frau Fifeik vereidigt und wird durch die Aushändigung der Ernennungsurkunde zur 1. stellvertretenden Schulverbandsvorsteherin ernannt.


4. Einwohnerfragestunde

Es werden keine Fragen gestellt.


5. Mitteilungen und Anfragen

Frau Kosbü spricht das Thema der Schülerbeförderung an. Ab Beginn des nächsten Schuljahres sollen keine Taxen mehr fahren, sondern die Beförderung über den Linienverkehr erfolgen. Die betroffenen Eltern sind darüber nicht erfreut und haben Bedenken. Herr Johannsen erläutert hierzu, dass es sich hierbei um eine Übergangslösung handelte, die getroffen wurde und mit Ablauf des jetzigen Schuljahres endet. Soll das Verfahren bei der Schülerbeförderung fortgeführt werden, müssten sich die drei Gemeinden einigen und der Schulverband Norddörfer müsste erneut über die Fortführung der Vereinbarung beschließen. Frau Bohnhoff - Luber erläutert ergänzend, dass die Schüler, auch wenn die Vereinbarung ausläuft, grundsätzlich und weiterhin einen Anspruch auf Schülerbeförderung durch den ÖPNV haben. Die Hinfahrt erfolgt bislang bereits über den ÖPNV und die Rückfahrt des Schülertransports derzeit mit Taxen. Diese Mehrkosten werden vom SV Norddörfer getragen und von der Gemeinde List in vollem Umfang erstattet.

Verbandsvorsteherin Fifeik informiert, dass die nächste Sitzung des Schulverbandes Ende März (30. oder 31.03.09) stattfinden muss, da der Haushalt zwingend bis Ende März verabschiedet werden muss.

Frau Fifeik teilt mit, dass die Schulen ihre beweglichen Ferientage direkt an die Sylter Verkehrsgesellschaft weitergeben möchten, da keine einheitliche Regelung für die gesamte Insel besteht.

Frau Wehrhahn ergänzt in diesem Zusammenhang, dass sie von Herrn Tölke von der SVG angeschrieben worden ist mit der Frage, ob es nicht eventuell eine Einigung über feststehen­de Ferientage auf Schulebene geben könnte. Hierzu wird angeregt, eine gemeinsame Be­sprechung mit allen Schulleitungen einzuberufen und einmal über das Thema zu besprechen.

Frau Fifeik teilt mit, dass ihr ein Schreiben vom Ministerium vorliegt, aus dem hervor geht, dass die Norddörferschule zum jetzigen Zeitpunkt nicht in ihrer Eigenständigkeit gefährdet ist. Es hängt von den Schülerzahlen ab, ob die Schule in Zukunft eigenständig bleiben wird. In den nächsten Jahren wird bewiesen werden müssen, dass die Schülerzahlen konstant bleiben und den gesetzlichen Ansprüchen entsprechen. Dann würde die Eigenständigkeit auf Dauer erhalten bleiben. Sie gibt jedoch auch zu Bedenken, dass die Schule attraktiver gestaltet werden sollte, so dass auch Eltern aus anderen Gemeinden aufgrund der freien Schulwahl, ihre Kinder an der Norddörferschule anmelden, um längerfristig die gesetzlich geforderten Mindestschülerzahlen erreicht.

Frau Fifeik berichtet über ein Schreiben - Ausweisung von Mittel für den Schüleraustausch

Mittel aus dem Konjunkturpaket des Bundes mit einer Förderquote von 75 % sind für die Schule angemeldet.


6. Beratung und Beschlussfassung über die Bereitstellung eines Standortes für Bogenbaukurse

Verbandsvorsteherin Fifeik berichtet über die vor Sitzungsbeginn stattgefundene Begehung des Geländes. Die Bereitstellung eines Standortes für Bogenbaukurse nach der Aufzeichnung von Herrn Berhorst wird als nichts ideal bewertet, sondern es wird für sinnvoller erachtet, ihm entweder das Arial der Westseite oder der Südseite zur Verfügung stellen. Frau Sahler meldet sich zu Wort und befürwortet diese Idee, wenn die vorgegebenen Sicherheits­maßnah­men eingehalten werden. Als Pacht wird 350 € pro Monat zzgl. der geltenden Ust. vorgeschlagen. Dem Beschlussvorschlag, dass mit Herrn Berhorst Kontakt aufgenommen wird und ihm ein Platz zur Verfügung gestellt wird (entweder West,- oder Südseite), sofern alle maßgeblichen Sicherheitsmaßnahmen und gesetzlichen Vorgaben (Abstandregelung) eingehalten werden, erfolgt einstimmig.


7. Beratung und Beschlussfassung zu den Räumlichkeiten des Musikvereines im Gebäude der Norddörfer Schule

Verbandsvorsteherin Fifeik informiert kurz über die Idee, den Hort zu erweitern, zur Attraktivitätssteigerung der Schule. Damit verbunden wäre eine Verlagerung der genutzten Räumlichkeiten des Musikvereines in andere Räumlichkeiten. Zu diesem TOP wurde Herr Holst, der Vorsitzende des Musikvereines, geladen. Herr Holst bedankt sich zunächst nochmals für die langjährige Bereitstellung der Räumlichkeiten und erklärt, dass grundsätzlich Bereitschaft einer Verlagerung besteht, wenn es zu einem Umzug kommen würde. Er gibt zu Bedenken, dass ausreichend Stellmöglichkeiten vorhanden sein müssen. Aufgrund der Dachschräge wäre es wünschenswert, den ehemaligen Duschraum zu benutzen und den Einbauschrank in der ehemaligen Umkleide. Ein Wasseranschluss wäre wünschenswert. Er regt an ein Fenster zu versetzen und ggf. die Heizung zu verlegen. Nach kurzem Meinungsaustausch wird sich dafür ausgesprochen, dass über diesen Tagesordnungspunkt jetzt noch nicht beschlossen wird und der TOP zurückgestellt wird, bis konkret Vorschläge geprüft sind. Hierüber besteht Einvernehmen.


8. Beratung und Beschlussfassung über das weitere Vorgehen zur Nutzungsänderung der Carl - Ludwig - Jessen - Schule im Gebäude der Norddörfer Schule

a) Hierzu erläutert Herr Böhm (KLM) auf Nachfrage, dass die erforderlichen Ausschreibungen laufen. Das Behinderten WC wird bleiben. Malerarbeiten werden durchgeführt, der Fußbodenbelag wird erneuert, die Küche wird aktiviert und ein Wasseranschluss für den oberen Bereich soll vorgesehen werden. Im Anschluss wird einstimmig beschlossen, dass die Ausstattung der Räumlichkeiten mit der Auftragsvergabe erfolgen soll.

b) Frau Fifeik geht auf das vorliegende Angebot ein, welches unter anderem 10 Tafeln, ein Sofa beinhaltet. Die Kosten belaufen sich auf ca. 27.000,00 EURO. Nach Aussprache mit dem Raumausstatter, bei dem Auskünfte bezüglich des Mobiliars eingeholt wurden, würde der Eindruck vermittelt, es handele sich um ein Lehrerzimmer. Nach Auskunft von der amtierenden Schulleitung handelt es sich um eine multifunktionale Nutzung des Raumes. Der Raum eignet sich sowohl für Schulkonferenzen, Versammlungen, Aufführungen und kann auch für Gruppenarbeiten genutzt werden. Die Tafelflächen dienen zusätzlich als Präsentationsflächen. Der hohe Preis begründet sich darin, dass die Tafeln auf Schranktüren aufgesetzt bzw. befestigt sind. Aus dem Mobiliarbestand der ehemaligen GS List sind nach Auskunft von Frau Ernst lediglich zwei Tafeln vorhanden. Das Nutzungskonzept ist dem Schulverband nicht bekannt. Frau Kosbü erläutert daraufhin kurz ihr Konzept. Es liegt lediglich ein Schulprogramm für Oktober 2006 vor. Es muss in der Zwischenzeit lt. den gesetzlichen Vorgaben, ein neues Programm erarbeitet worden sein. Dieses Programm sollte dem Schulträger vorgelegt werden. Frau Kosbü erklärt, dass die Räumlichkeiten multifunktional genutzt werden sollen und zwar so, dass dort Gruppenarbeiten der Schüler erarbeitet werden können, jedoch auch Vorführungen, wie zum Beispiel die Einschulungsfeier veranstaltet werden können. Eine Wandfläche ist auch vorhanden, für Tafeln oder für Präsentationen. Das Sofa soll für eine Lesemöglichkeit der Schüler bereitgestellt werden. Wünschenswert wären zwei Computerarbeitsplätze für die Schüler. Nach kurzer kontroverser Diskussion besteht einstimmig Einvernehmen, die Verbandsvorsteherin und ihre Stellvertreterin zu ermächtigen, die Machbarkeit so kostengünstig wie möglich zu prüfen und in der nächsten Sitzung vorzustellen.


9. Beratung und Beschlussfassung zur Horterweiterung in der Norddörfer Schule

Frau Fifeik betont, dass man die Norddörfer Schule, um ihren Erhalt zu sichern, attraktiver gestalten sollte. Angestrebt wird, die Norddörfer Schule so zu konzipieren, dass sie auch für Schüler aus anderen Inselorten interessant ist und eventuell mehr Zulauf erhält. Eine Horterweiterung wäre ein Aspekt zur Steigerung der Attraktivität. Es folgt ein reger Meinungsaustausch. Es stellen sich unter anderem die Fragen, ob es möglich wäre, die Kinder zu betreuen, ohne dass der Hort erweitert wird und ob der Hort sich in der Vergangenheit als zu klein erwiesen hat bzw. was der Ausschlag für den Erweiterungsvorschlag des Hortes gewesen ist? Ausschlaggebend für die Idee der Horterweiterung war es, dass sechs Elternpaare sich aufgrund der geringen Aufnahmekapazität des Hortes überlegen, ihre Kinder an anderen Schulen anzumelden. Frau Fifeik erklärt, dass es sich um eine besondere Situation auf der Insel handelt und natürlich auch versucht wird, dass so viele Einwohner wie möglich in der Gemeinde Wenningstedt-Braderup zu halten. Die Elternbeiträge sind auf der Insel unterschiedlich hoch. In anderen Gemeinden werden geringere Beiträge erhoben. Diese Mehrkosten trägt dann die Gemeinde. Auch hierüber sollten Überlegungen geprüft werden. Die Gemeinde List verfügt über ausreichend eigene Hortplätze, so dass die Schüler aus List nach der Schule dort betreut werden können. Hier ist eine Bedarfsanalyse bereits im Kindergartenbereich der Verbandsmitglieder durchzuführen. Das Verfahren sollte überarbeitet werden unter Berücksichtigung der erforderlichen Betreuungszeiten. Die Verbandsversammlung beschließt einstimmig, den Top zunächst zurückzustellen und die Verwaltung zu beauftragen ein Konzept zur Steigerung der Attraktivität der Schule zu erarbeiten.


10. Beratung und Beschlussfassung über Erteilung von Aufträgen (Erneuerung des Werkraumes)

Verbandsvorsteherin Fifeik erteilt Herrn Böhm (KLM) das Wort. Er berichtet, dass es im Werkraum durchgeregnet hat und im Zuge dessen festgestellt wurde, dass der Werkraum in einem schlechten und maroden Zustand ist. Er informiert über Erneuerungen und Sanierungen, die erforderlich sind (Fußboden, Elektrik, Integration einer Küchenzeile). Die Kosten belaufen sich nach dem jetzigen Stand der Planungen auf einen Betrag von aufgerundet 14.000,00 EURO. Die Beschlussfassung, den Werkraum so wie vorher kurz erläutert erneuern zu lassen, erfolgt einstimmig.