Öffentlicher Teil
1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Der Verbandsvorsteher eröffnet die Sitzung, begrüßt die Anwesenden und stellt die Beschlussfähigkeit fest. Er teilt mit, dass sich Herr Jablonski für die heutige Sitzung entschuldigt hat.
2. Einwohnerfragestunde
Frau Claßen erkundigt sich nach den Auswirkungen für den Kindergarten und die Schule bedingt durch die Fusion der Gemeinde Rantum. Hierzu erklärt Verbandsvorsteher Jansen, dass im Fusionsvertrag vereinbart worden ist, dass die jetzigen Sylter Grundschulen im Rahmen der gesetzlichen Regelungen erhalten bleiben sollen. Nach seiner Auffassung wird die neue Kommune in den Schulverband als Mitglied eintreten. Ein Vorgespräch mit Bürgermeister Kennel und Frau Reiber ist positiv verlaufen.
Der Kindergarten soll in seiner jetzigen Form bestehen bleiben.
Frau Roscher entschuldigt sich für die Verspätung und nimmt an der Sitzung teil.
3. Genehmigung der Niederschrift über die Sitzung vom 14.07.2008
Da keine Einwende gegen die Niederschrift vom 14.07.2008 bestehen, gilt sie als genehmigt.
4. Verpflichtung eines neuen Bürgervertreters
Der Verbandsvorsteher verpflichtet Herrn Michael Haaß als neues bürgerliches Mitglied im Schulverband auf die gewissenhafte Erfüllung der Obliegenheiten.
5. Bericht der Schulleiterin
Frau Schulleiterin Glöckner berichtet vom Ergebnis des Landesrechnungshofes und erklärt, dass die Schule einen durchaus positiven Eindruck hinterlassen hat, aber auf längere Sicht der Schulstandort Hörnum aufgrund der geringen Schülerzahlen unwirtschaftlich sei. Die Schulaufsicht unterstützt die Sichtweise.
Frau Glöckner teilt mit, dass ein neuer Kollege an der Schule tätig sei und beide gemeinsam konstruktiv zusammenarbeiten und sich gegenseitig ergänzen.
Frau Glöckner berichtet, dass die Schule eine Spende von der Nordostseesparkasse in Höhe von 1.000,-- € erhalten hat. Die Spende ist zweckgebunden und soll der Schulhofgestaltung dienen. In der Presse ist eine Mitteilung bereits ergangen.
Frau Glöckner stellt das Ergebnis des EVIT - Berichtes den Anwesenden vor. Der schriftliche Bericht wird den Anwesenden zur Durchsicht vorgelegt. Es hat im Vorfeld eine Befragung von Eltern, Schülern, Schulträger und Kooperationspartner stattgefunden. Die Arbeiten und Förderpläne und der Unterricht wurden in Augenschein genommen. Das Gesamtergebnis für die Schule ist durchaus positiv bewertet worden. Die Umsetzung des Schulprogramms im Hinblick auf die Zusammenarbeit der Lehrkräfte ist in der Gesamtheit nicht immer umgesetzt worden. Frau Roscher regt an, das gute EVIT Ergebnis zu veröffentlichen, sofern das erlaubt sei. Möglicherweise wird dadurch das Wahlverhalten der Eltern für die Schule in Hörnum beeinflusst. Sofern eine Veröffentlichung möglich ist, besteht Einvernehmen so zu verfahren.
6. Genehmigung der Haushaltsüberschreitungen zum 30.06.2008
Verbandsvorsteher Jansen teilt mit, dass keine Haushaltsüberschreitungen zum 30.06.2008 vorlagen und somit auch keine Genehmigung erforderlich sei. Die Anwesenden nehmen dies zur Kenntnis.
7. Aussprache über die Zukunft der „Schule auf der Düne“
Verbandsvorsteher Jansen weist darauf hin, dass ein Gespräch mit der Schulaufsicht ergeben hat, dass die derzeitig zu erwartenden Schülerzahlen für die Schule eine Aufgabe zum Schuljahr 2009 / 10 zur Folge hat. Auch eine Außenstellenlösung ist nicht tragbar aufgrund der geringen Schülerzahlen. Aufgrund der Schülerzahlen werden zu wenig Lehrerstunden zugewiesen, so dass ein qualitativer Unterricht mittelfristig nicht sichergestellt werden kann. Für eine gut funktionierende Ausßenstellenlösung werden 45 bis 50 Kinder benötigt. Bei einer Schülerzahl von 42 wird eine Außenstellenlösung noch gerade durchführbar sein. Verbandsvorsteher Jansen fragt die Anwesenden, wie die Meinung der Mitglieder hierzu sei. Bgm. Speth berichtet, dass 31 Wohnungen zum Frühjahr fertig gestellt werden und die Kinderzahlen dadurch wieder verändert werden könnten. Er schlägt vor, beim Schulamt vorstellig zu werden und um ein Jahr Aufschub zu bitten, so dass sich die Schülerzahlen nach oben entwickeln können. Herr Verbandsvorsteher Jansen bemerkt, dass im Hinblick der ansteigenden Wohnungen ein Ausblick für die Schule besteht und das Gespräch gesucht werden sollte. Frau Glöckner trägt die Schülerzahlen vor und berichtet, dass ihr auch Anmeldungen aus anderen Gemeinden vorliegen, die die Hörnumer Schule besuchen möchten. Herr Jansen ist der Auffassung für den Erhalt der Schule zu kämpfen, regt jedoch an für den Fall, dass der Bestand nicht gesichert sei, die Lehrkörper und Schüler geschlossen in die Nicolaischule wechseln sollten. Von der Kapazität wäre die Schule in der Lage die Kinder aufzunehmen. Frau Roscher regt an, dass Eltern motiviert werden, über die Schule positiv zu berichten und Besonderheiten hervorzuheben, damit Schüler für die Schule gewonnen werden. Nach eingehender Diskussion besteht Einvernehmen für die Schule zu kämpfen und Ende November mit Argumenten für die Schule erneut mit Frau Geißler das Gespräch zu suchen.
8. Beratung und Beschlussfassung über die künftige Verwendung der freien Rücklagen
Bürgermeister Speth erklärt hierzu, dass 73.000,-- € als Rücklage zu verzeichnen sind. Laut Auskunft von Herrn Marställer beträgt das Minimum in der Rücklage 2.500,-- €. Herr Speth weist darauf hin, dass in Kürze Ausbaubeiträge anfallen werden und noch Schulden in Höhe von 30.000,-- € bestehen. Er regt an, die Rücklage hierfür einzuplanen. Auf Nachfrage, wie hoch die zu erwartenden Ausbaubeiträge sind, beantwortet Herr Speth, dass er den genauen Betrag nicht benennen kann, jedoch seiner Einschätzung nach mit ca. 40.000,-- € zu rechnen wäre. Nach kurzer Diskussion besteht Einvernehmen die Rücklage nach Ermittlung der genauen Kosten für Ausbaubeiträge zu verwenden. Die Tilgung der Schulden soll lediglich aus der Rücklage erfolgen, wenn nach Leistung der Ausbaubeiträge noch genügend Mittel aus der Rücklage entnommen werden können. (Aus aktuellem Anlass Anmerkung der Verwaltung: Bei diesem Grundstück handelt es sich um die Grundschule Hörnum. Eigentümer ist hiernach die Gemeinde Hörnum, die demnach auch theoretisch ausbaubeitragspflichtig wäre. Der Beitrag wird allerdings nicht geltend gemacht, da Gläubiger und Schuldner nicht ein und dieselbe Person sein können. Aus diesem Grunde ist eine Ausgleichszahlung der Gemeinde Hörnum entbehrlich.)
Der Verbandsvorsteher bedankt sich bei den Mitgliedern der Verbandsversammlung und schließt die Sitzung um 20.35 Uhr.